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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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A8 Ersten Theils/ änderten Capitels/

auch ihnen diese Ruhe: HErr verleyheihnen die ewige Ruhe.

So rst der Tod ein Ruhe von aller Ar-beit und Mühseligkeit: Er nihmt hinwegalle Beschward/ und die Sterblichkeit deßLeibs/ dann nach kurzer Ruhe wird derLeib wiederum von derselben/ als von ei-nem Schlaffauferstehen gantz glorwürdig/und unsterblich.

Gleichwie ein Bildnus/ wann stein demOfen zerschmeltzt/ nicht verderbt/ sondernerneueret wird; also wann unser Leib stirbt/gehet er mchtzuGrund/ sondern wird gantzneu/ sagt der heilige Chryfostomus.

Von dieser Veränderung deß Leibs sagtder heilige Aopstcl Diß Verweeß-

liche muß anziehen das Unverweeßliche/und diß Sterbliche muß anziehen dieUnsterblichkeit/ dann wird erfüllet dasWort/ daß gcschriben ist: Der Tod istverschwunden in dem Sieg.

Alsdann wird es heißenwirseynd von dem Tod zu dem Leben über-setzt worden.

Alsdann wird wahr seyn/ was der H.Job sagte. Ich weiß/ daß mein Erlö-ser lebt/ und daß ich am Jüngsten Lag

von