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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Erster Emwurff.

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Erster Emwurff.

Ich will gern sterben, aber jeztnoch nicht: Ich bin viel zu jung,möchte auch alt werden, und nochmehr diese Welt gemessen»

Antwort.

Mn muß das Alter nicht von Jah-ren/ sonderen von der Weisheit/und Gottseeligkeit rechnen: Ein

ehrliches Ding ist es um das Alter/ nichtwelches langes Leben / oder viel Jahrhat/ sonder da deß Menschen Verstandgrau ist/ und das rechte Alter/ ein un-beflecktes Leben. Der hat lang gelebt /welcher bis zur wahren Weisheit / undGottseeligkeit gelebt hat; die wahre Weis-heit aber / und Gottseeligkeit bestehen indem: Daß einer wolle/ was GOtl will;wer dahin gelanget ist / der ist alt genug /weilen er zum höchsten Gipfel der Weis-heit / und Gottseeligkeit gelanget. Du sol-lest sterben/ wann GOlt will / wie GOttG 4 will/