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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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rs 8 Änderten Theils / ersten Capitels /

Ambrosius r Wir haben in dem Tod mchtszu fürchten/ wann wir im Leben nichts 1forchtsames begannen haben. Und der H. 'Chrysostomus: Wann wir den Tod förch- <ten / haben wir ein kindische Forcht/ wannwir betrachten wollen / was der Tod stye /werden wir lhne memalcn fürchten ; wüst ^aber die Ursach wissen/ warumen wir denTod fürchten e Wir führen keinen gutenWandel/ wir haben kein reines Gewissen/wir leben nicht nach unserem ChristlichenBcruf/und Stand. Wann dieses nicht wä-re/wurde uns der Tod nicht schrecken. Esbestehet aber ein guter Christlicher Wandel/und frommes Leben / in dem wahren Glau-ben / Hofnung / und Liebe / wie der Heil.

Paulus fügt /. 07. Nun aber bleiben ^Glaub / Hofnung / Lieb / diese drev : A- !her die Lieb ist daß gröstest unter ihnen;ja wie eben dieser Apostel meldetDas Zihl und End aller Geborten ist dieLiebe / welche aus einem reinen Hernen/und auß einem girren Gewissen/ und nichtaus einem falschen erdichteten Glauben 'herkommt. Allhie wird durch das gute ,Gewissen die Hofnung verstanden/wcil die- '

fe herkommt auß einem guten GcwGn.