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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Siebender Absatz. 17s

mit kindlicher Zuversicht und Vertrauenhoffe ich von dir alles zu erlangen / wasdu uns mit deinen heiligen Worten so gnä-diglich versprochen hast : Auf dich alleinO gütigster! GOtt ist mein Hertz vor al-len Dingen gerichtet; du allein bist meinSchatz/ mein Trost/ mein Freud/ undAlles. Nichts liebers mochte ich sehen/hören / lieben / und umfangen / als meinenso guten/ schönen und liebwerthen GOtt/in demc alle Wollust / alle Freud / alleSchönheit beysammen ist; diesen meinenso lieben GOtt/ verhoffe ich samt allenGü-kcren / Freuden und Reichthumen nach die-sem zeitlichen Leben ewiglich zu besitzenund zu gemessen; und wiewohlen ich einarmer grosser Sünder bin / der dieses gros-sen Guts nicht werth ist/ sondern alle zeit-liche und ewige Straffen wohl verdienethat / so hab ich doch ein recht kindliche Hof-nung auf deine vätterliche Güte/ und aufdas bittere Leiden und Sterben/ wie auchalle Verdienst unsers HErrn IEsu Chri-sti/ auf dieses traue/ und baue ich/ da-ran hebe ich mich/ darauf verlasse/ undübergibt ich mich gantzlich/ da tröste underfreue ich mich herzlich/ und hoffe Gnad