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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Neundker Absatz. iSZ

versprochen / er wolle unser Vatter seyn /damit wir ihme recht kindlich trauen darf-fen. 7. ^ Em solche Liebe hat uns

der Vatter gegeben/ daß wir seine Rin-det genamsee werden/ und seyen ; da-rum wir auch täglich zu ihme betten :Var-rer unser/ rc.

Kein Vatter/ kein Mutter ist jemalenerfunden worden / welche ihr Kind alsogeliebt haben / als wie GOtt uns liebetAlso hat Gtdtt die Welt geliebt(daß ist/ uns weltliche Menschen) dass erseinen eingebohrnen Sohn hergegebenhat/ rc. Und wie der Heil. Paulus schrei-bet/ F. In dem er seinen Sohn füruns in den Tod gegeben / hak er uns, auch alles daß Gelinge mit demselbengeschenctec.

So ist dann Christus unser eigen/ seinLitters Leyden ist unser eigen / sein Leib undBlut ist unser eigen / alle seine Tugendenseynd unser eigen/alle seine Verdienst ftyndunser eigen; alio seynd wir reich / und ha-ben alle Schätz der göttlichen Gnaden in, Christo JESU. M't diesen geziehret/tretten wir vertraulich für das AngesichtGOttcs / angethan mit seiner Gerecht-

§> Wieland Lust / rc. N und