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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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2O0 Änderten Theils / ersten Capitels /

mehr die indische/ als himmlische Güter/das zeitliche / als das ewige Leben / jamehr uns selbsten/ als GOtt/ zu demewir so schlechtes Verlangen tragen : wel-ches wahrhafftig einem Christen sehr un-anständig ist/ und ein Zeichen eines schwa-chen Glaubens. So habe ein steif/ undvestes Vertrauen auf die Gültigkeit Got-tes/ und Verdienst Christi/ so kannst dudie Kunst/ wohl und gottscelig

zu sterben. !

Zehender Absatz.Von dem gähen Tod.

^Ann du / mein Christliche Secl!nach dem Befehl Christi wirstwachen / und die Sterbstund / wie dubrshero gelehrt worden/ täglich üben/ sowirst du ftäts zu dem Sterben gerüstetseyn/ und den gähen Tod nicht fürchten;ja es wäre für ein grosses Glück/ undGutthat zu achten/ wann der Tod dich

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