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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Neundter Absatz.

bekenne hie vor dir/ O ollerheiligste Drey-saltigkcit! und vor der allerfteligsten Jung-frauen Maria/ und vor meinem lieben H.Schutz-Engel/ und allen Heiligen/ daßdu O GOtt! auß lauter Gnaden mich er-schaffen/uns durch den Tod deines Sohnserlößt/ und durch deinen Heil. Geist be-heniakt/ und zu deinem gleichwohl unwür-digsten Kind habest aufgenommen. Da-rum bekenne ich dich auch allein für meinenwahren GOtt und HErm/ der du voll-kommene Macht und Gewalt über michhast; und dem ich allein mit Leib und Seeleigcml-ch zustehe/und zu dienen verpflichtetbin. Weiches rch auch in alle Ewigkeit nachallem meinem Vermögen zu thun bereit bin.

2. Alles was ich mein Lcbtag für Gna-den und Güter an Leib und Seel in geistli-chen/ leiblichen / und zeitlichen Sachen em-pfangen hab/dasftiblge schreibe ich dir mei-nem'GOtt allem zu/ und bekenne/daß duauß deiner grundlosen Barmhcrtzigkeit/unddurch die Fürbitt deiner lieben Heiligen mirtausendmal mehr Guts gethan habest / alsich um dick verdienet hab. Und daß duauch mein gantzes Leben mit solcher Macht/Wetßheit und Gürigkcit regiert habest / daß