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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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L4§ Änderten Theils/ änderten Lapit.

als wie dein allerliebster Sohn dich an demHeil. Creutz dem Iohanni / und Iohan-ncm dir anbefohlen hat/ und durch diesel-bige Befehlung/ und durch den Schmer-zn/ den du im Tod deines allerliebstenSohns empfunden hast/ wie auch durchdeinen allerglücksceligstcn Tod/und alle dei-ne mütterliche Barmhertzigkeit/ erbarmedich meiner/ jezt/ und in meinem letstenSterbstündlein: O Maria! Mutter derGnaden / Mutter der Barmhertzigkeit /durch dich habe ich von meinem HcylandIEsu Christo empfangen alles/ was ichhab; und durch dich begehre ich auch meinScel zu übergeben in seine allcrheiligisteHänd: O Maria ! unter deinen Schutzund Schirm fliehe ich: O allerheiligste Ge-dährerin GOttes! verschmähe nit mein Ge-bett in meinen Nöthen / sondern erlöse michvon aller Gefährlichkeit: O du glorwürdt-ge und gebenedcyte Jungfrau! unser Frau/unser Mittlerin/ unser Fürsprecherin/ ver-söhne uns mit deinem Sohn/ furstclle unsdeinem Sohn: O Maria! unser Fürspre-chen»/ kehre deine barmhertzige Augen zuuns / und nach diesem Elend zeige uns IE-sum die gebcnedeyte Frucht deines Leibs: