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Lust, und Liebe zum Tod, samt der grossen Kunst gottselig zu sterben : das ist: Gründlicher Beweisthum, dass ein rechter Christ den Tod nit förchten, sondern mit Begierd standhafftig erwarten, und mit Freuden empfangen solle samt lehrreicher Unterrichtung, wie man sich zum Tod bereiten, wohl, und glückseelig sterben könne / beschrieben durch A.R.P. Gerald Wieland, Capitularen des Fürstlichen Gottshauss St. Gallen
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Ls 8 Änderten Theils / änderten Lapis.

bohret/ unter den gröstcn SchmcrtzendeßTods alle Sünder zu umfangen ausgestre-cket hast: Ich / O mein IEsustrecke ausnicht allein meine Hand und Armen / sonde-ren auch mein Hertz und gantze Seel/ dichzu umfangen / und in mein Hauß einzufüh-ren : O wolte GOtt! ich hatte ein solcheReinigkeit und Liebe/wie jemal ein mensch-liches Hertz gehabt hat: O wolte GOtt!ich wäre erfüllt mit allen Tugenden/ Be-gierd/ Andacht/und Heiligkeit: O wolteGOtt! ich könnte dich mit solcher Ehrcnbie-tigkeit/ Liebe und Würde empfangen/wiedein liebste Mutter in deiner Menschwer-dung/ und nachmals in dem Heil. Sacra-ment empfangen hat.

Komme dann / O mein IEsu! mein ein-ziger Trost und Hofnung/ mein Heyl/mein Leben/ mein Glückseligkeit/ meinGOtt / und Alles! komme mein Liebstererfreue / und besuche deine Liebste / ersetze al-les/ was mir abgehet / der du alle zu direingeladen hast/ sprechend: Som-

mer zu mir alle/ die ihr arbeiten/ undüberladen jeydc /und ich will euch erqui-cken. Siehe ich bin ausgearbeitet/ undgantz überladen mit Sünden/ so erquicke