Am i f. Sonntag nach Pfingsten.
Epistel Sc Paria/Galar am 10.25.
»Rüder: So wir im Geist Leben / sv laßt uns auchim Geist wandten. Laßt uns nicht cykler Ehrbegierig werden/ noch einander ausfordern/und unter einander neydig seyn. Drüder/ so ei»Mensch etwann von einer Sund übereylk (ergrieffen)wurde/ sv unterweiset ihr/ die da Geistlich sevnd den,seiden im Geist der Gansstmüthiakcit. Und stehe aufdich selbst / daß du nicht auch versuchet werdest. Ei-ner trage des andern Bürden / und also werdet ihr dasGesatz Christi erfüllen So sich aber jemand laßt bcdun-cken/ er sey etwas/ so er doch nichts ist/ der betrügetsich selbst Ein jeglicher aber prüffc ,ein Werck seibst/undalso w>rd er allein in ihm selber Ruhm haben/ und nichtan einem andern. Dann ein jeglicher wird sein eigenBürde tragen- Der aber unterrichtet wird in demWort/ mittheile dem / der ihn unterrichtet / von al-lem / was er Guts bat Irret nicht / GQtt läßt seinernicht spotten: Sondern was der Mensch säet/ daß wirder erndten. Wer aber in dein Fleisch säet / der wird vomFleisch das Verderben erndten : Wer aber in demGeist säet/ der wird von dem Geist das neige Lebeneinschneiden Lasset uns aber Gutes thun ohne Unter,laß: Dann ;u seiner Art werden wir auch einschneidenund nicht aufhören- Dieweil wir dann nun Zeit ha-ben/ so laßt uns Gutes thun an jederman; allermeistaber an denen Glaubens - Genossen-
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