7 »
Vlasereyen, wodurch unter guten Freunden dieLiebe aufgehoben, und Feuidschaft gestiftet wird.5. Argwohn und freventliche Urtheile von eurerBosheit -es Nebenmenschen von dem man ohnerechtmäßige Ursache eine böse That muthmaßet,oder gar für gewiß hätt
Alles dieses sind Sünden Wider das achteGeboth, die nach den Umständen klein oder großwerden. Dabey ist aber zu merken, daß, wennman durch Reden jemanden an seiner Ehre, oderan seinem Glücke geschadet hat, man schuldigsey den Schaden zu vergüten, und seine Redezu widerrufen- Wie schwer dieses sey, und wieHart es einen ankomme, läßt sich leicht von selbstermessen. Darum sollen wir auf unsre Zungegenaue Achtung haben, und ntemal, besondersvon dem Nebenmenschen, geschwätzig seyn x).vi. Du sollst nicht begehren deineswachsten Hausfrau,vn. Du sollst nicht begehren deinesNächsten Gut.
In diesen zweyen Gebothen gebiethet unsGott die Reinigkeit des Herzens.
Er verbiethet uns die dösen Begierden,«nd die Lüste zu haben, was nicht unser ist /).
Man muß auf nichts so sehr wachksamseyn, als auf die bösen Gedanken, Begierden
und
V) Wer bist du denn, der da einen fremden Knechtrichtest Röm. XIV.
x) Viel reden wird nicht ohne Sünde abgehen. Sprich-Wort. X. ky.
7) Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, HauS,Knecht, Magd, Ochs, Esel, noch aller waS sein in.E,sd. XX. 17.