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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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Jugend nicht übel. Aber - daß derJüngling, daß das Mägdchen keuschsey; Dieß wohl: dieses erwartet Je-dermann. Selbst die Jugend will fürdieses von Jedermann angesehen seyn.Und, obschon nicht selten ein dießfallswidriges Beyspiel sich äußert, so ver-holst man doch allezeit Darüber: manerschrickt als an etwas ganz außeror-dentlichen, ganz abentheurlichen.- Noch so jung, und dennoch nicht», keusch, heißt es; " pfuy der Schan-de! das ungewaschene Maul soll- te ja schamroth werden; Er soll- te ja von diesem, von jenem noch nicht einmal wissen. Wie ist er», schon jtzt nichts nutz! und was läßt sich Gutes von ihm annoch hoffen? " So heißt es, und zwar bey der gan-zen klugen christlichen Welt; ja, sogarbey den besser gesitteten Heyden denktman von der Jugend eben also; wie sol-ches aus der schonen Antwort einer jun-gen Lacedämonierm erhellet. Diesewurde mit einer Art von Verachtunggefragt; », was sie dann ihrem Manne für Schätze mitbringen würde?- Die Keuschheit, sagte sie UndA 6 mit