muß er zuvor wie eine reine Ltlge ge,wurzelt haben, und die zarten Blumender Keuschheit müssen allezeit die Erst-linge, das ist, die ersten Sprossen sei-ner Tugenden gewesen seyn. Denn diesilberreine Lilge ist das glänzende Smn->bild der Keuschheit, und nur die Keusch-heit ist es, durch welche man in seinenIünglingsjahren den ersten und noth-wendigsten Grund leget, wenn mandermaleinst in allem Guten aufblühenwill. Wir wollen einige dieser schönenund vielfältigen Tugenden aus demVerhalten eines keuschen Jünglingesin der Nähe betrachten.
Ich stelle dir also so einen jungenLiebhaber der Keuschheitstugend vorAugen, der sich die größte Ehre dar-aus machet, daß er seines Herzens undSittenreinigkeit, aller bösen Anmu-thung-und Reitzungen zu trotz, bishernoch allezeit ganz unversehrt erhaltenhabe. Er hat auch wirklich Ursacheauf diese seine Tugend groß zu thun;weil er jenes gethan hat, was andereseines Alters thun zu können oft schierfür unmöglich achten. — Er liebet dieA 7 stand-