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standmäßige Reinigkeit, und man siehtes ihm in seinen keuschen Augen an ^alle seine Gelberden geben hievon dasschönste Zeugniß.
Ist er in Gesellschaft mit andern, sosind dieß nur Leute, die seiner Fröm-migkeit wohl anstehen; derer Umgang,weil er außer allem Verdachte ist, ihmEhre machet. Niemals wird er sich biszu den Schwachheiten verliebter Muffig-ganger herablassen. — Alles sein Thunund Lassen ist allezeit sittsam» ohne ein-zige Frechheit; weil er keusch ist. Sei-ne Worte sind erbaulich, ohne einigenLeichtsinn; weil er keusch ist. —
Er ergötzet sich, aber ohne Aus-schweifung , und allezeit nur inner denSchranken der Anständigkeit. Etatslächelt auf seiner aufrichtigen Stirneeine heitere Fröhlichkeit; weil diesedie sichere Wirkung eines unschuldigenHerzens ist. Kurz: sein ganzes Be-tragen ist ohne Schmeicheley, und dochallezeit ganz einnehmend, und so weitvon aller Verstellung entfernet, daß esvielmehr der natürlichen, und eben da-rum