Buch 
Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
Seite
18
JPEG-Download
 

rH

das wilde Wohllustsfeuer schon vor desZeit verzehret werden : so erstarket der ^Keuschheitliebende durch eine gemäßigte L

Lebensart bis zu dem anhaltensten Flei-ße in allen seinen Arbeiten.

Ein so reines Herz, welches der ty- ^ranmschen Liebsneigung Meister zu wer- sei

den gelernet hak, genießt hievon stäts dieine süßeste Ruhe; und diese Ruhe ist zi,es, die den Verstand sowohl, als den mWillen zu allen schönen Uebungen des Ajungen Alters nur desto aufgeklärter,geneigter und tüchtiger machet.

de

So viel Gutes enthält auch nur die deeinzige Tugend der Keuschheit, wenn keiman solche schon in seinen ersten Jahren deliebet, und zum Grunde leget. Wievieles muß nicht den Aeltern und den VLehrmeistern daran gelegen seyn, daß desie hiezu ihre Jugend mit möglichster heSorge anleiten, und aufmuntern ? ^

Denn es ist unstreitig gewiß : damitjunge Leute tugendhaft sind, dörfen sie Anur keusch seyn. ^