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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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nicht selten von dem erlaubten etwassich selbsten versaget, nur damit er schonin seinen zarten Jahren sich gewöhne,die Anmuthungen der bösen Natur zubezwingen, und das Wachsthum derTugend zu befördernda er der Be-gierlichkeit so, wie dem Unkrauke, dieNahrung entzieht. Er versplittert diekostbare Zeit nicht, wie die müßigenLiebhaber insgemein zu thun pflegen :Denn nur eine unverdorbene Seele, sowie des keuschen Jünglings seine ist,gehört dazu, um an den Berufsgeschäftken allein, und an dem Vergnügen derEinsamkeit Geschmack zu finden.

Gleichwie nun dieser keusche Jüng-ling die Sauberkeit vorzüglich liebet,eben so sehr verabscheuet er die übertrie-benen Feinheiten in der Kleidung undim Putze; weil er wohl weis, daß sogekünstelte Zierlichkeiten nur die Tu-gend der Weiber, für einen wackernJüngling aber allezeit eine Schandesind. Und da andere seines Alters, dieeinmal der bösen Liebe zum Raube ge-worden, durch hundert verächtlichsteAusschweifungen verzärtelt, und durch

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