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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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so wie der Mensch eine höhere Glückstliqkeit erkennete, und zu einer bessern esden so, wie dieser, erschaffen wäre.Welch eine Schande! Aber

Hat wohl jemals auch ein anders Lasster ein so niederträchtiges, ein so häß-liches und allgemeines Verderbntß vers«rsachet, als eben nur das Laster derUnzucht? Und was kann endlichGutes an dem Menschen noch übrigseyn, wenn einmal das Beßte, derVerstand und der Wille nämlich, aufeine so elende Weise, bis zum Gleich-nisse mit den vernunftlosen Thieren versdorben, und wie der viehische Nabuschodonojor (*) gleichsam verstattetist?

Nun, wie viel mehrer wird das Lasster der Unlauterkeit eben diesen Grauelder Verwüstung bey der noch zarten Ju-gend verursachen? Bey der Ju-gend, deren noch weiches Herz, da eskaum zu leben anfängt, zwischen demSchöpfer und dem Geschöpfe schon sofrühe, und so schändlich getheilet wird!

Bey

Daniel. 4. j».