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zen des Menschen nur desto tiefere Wuw „ stzeln fasset, je länger und je eher sie von „ g,diesem, da es nämlrch noch zart und Bezweiche war, Besitz genommen. nicht
Es ist deßhaiben jede Untugend, west ^sen Namen sie immer seyn mag, weit sMschädlicher in der Jugend, als in jedem ^andern Alter: am allermeisten aber istes die Unkeuschheit; weil nur diese demHerzen, jenem zärtesten Theile des EMenschen, und zwar schon in dem zarr ^testen Alter am nutzesten kömmt; undweil eben nur dieses Laster vor allenandern in das zarte Herz, wie in einweiches Wachs den tieftsten, und ebendarum den gefährlichsten Eindruck ma- ^chet, welcher nach und nach allezeit ^mehr erhärtet, und als wäre er in Mar- > tmor eingegraben , auch in den spate- ^ 'sten Jahren schier unauslöschlich bleibt.Dessenwegen, sagt der heilige Tho- . ^Mast " daß die Unkeuschheit ein La-», ster sey , von welchem man so leicht„ nimmermehr los wird. „ (*) Und derheilige LyprLanus: " daß dieß La,
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t*) Viriuin säkseüvum