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Die Zierde der Jugend / von Matthias Schönberg, der Gesellschaft Jesu
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zen des Menschen nur desto tiefere Wuw stzeln fasset, je länger und je eher sie von g,diesem, da es nämlrch noch zart und Bezweiche war, Besitz genommen. nicht

Es ist deßhaiben jede Untugend, west ^sen Namen sie immer seyn mag, weit sMschädlicher in der Jugend, als in jedem ^andern Alter: am allermeisten aber istes die Unkeuschheit; weil nur diese demHerzen, jenem zärtesten Theile des EMenschen, und zwar schon in dem zarr ^testen Alter am nutzesten kömmt; undweil eben nur dieses Laster vor allenandern in das zarte Herz, wie in einweiches Wachs den tieftsten, und ebendarum den gefährlichsten Eindruck ma- ^chet, welcher nach und nach allezeit ^mehr erhärtet, und als wäre er in Mar- > tmor eingegraben , auch in den spate- ^ 'sten Jahren schier unauslöschlich bleibt.Dessenwegen, sagt der heilige Tho- . ^Mast " daß die Unkeuschheit ein La-», ster sey , von welchem man so leicht nimmermehr los wird. (*) Und derheilige LyprLanus: " daß dieß La,

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t*) Viriuin säkseüvum