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angenehm machet; denn sie ist die Näh-rerinn der Gesundheit, die Mutter desFrieden, das Probstück einer gutenErziehung, das achte, und schier daserste Kennzeichen eines guten Christen:Sie ist der göttliche Charakter erhab-ner Seelen. Und man wird eben da-rum nicht leicht sehen, daß ein Fürstoder Standesperson, die ihre hohe Stel-le wohl zu bekleiden weis, in zorn-mülhige Worte ausbreche; weil so einungehaltenes Vergehen, so klein esauch seyn mag, dem hohen Ansehen,und sogar den Grundsätzen einer gutenErziehung zuwider wäre.
Der Sanftmüthige machet sich alsoniemals ehrenwürdiger, niemals an-sehnlicher , als eben durch die Tugendder Sanstmuth. Denn eben diese herr-liche Tugend, wenn sich anders keineHeucheley damit einmischet, ist allezeitein öffentliches, ein überzeugendes Be-weisthum, daß man auch in andernDingen, benanntlich wider den fleischli-chen Wohllust, wie es der heilige Tho-mas lehrt, sich sechsten zu bezwingenwisse; und daß man eben darum auch