i6 Die klösterliche Disciplin.
Gehorsame Wider die Hossart deßLebens.Dann anß Visen dreyen Gelabten bestehet ( wie-er Englische OoNor bezeuget) die Vollkom-menheit deß Geistlichen (-) Ordenstands/siteweilen zur Vollkommenheit vorncmblich er,forderet wird/daß einer dasjenige von sich stoffe/welches verhindern kan/ daß sein Liebe nicht gamzund gar auffGokt sich verwende / und richte/inwelchem die vollkombne Liebe bestehet.
In dergleichen Dingen find drey Stuck zubeobachten : Das erste ist dir Bcgicrlichkeit derzeitlichen Gutem / welch« durch das Gelabt derArmuth abgeschaffet werden. Das andere istdie Begierlichkeit der sinnlichen Belustigungen/under welchen den Vorzug hat der FleischlicheWollust; diser wird durch das Gelnbt derKeuschheit außgcschloffen. Vnd dann zum drit,ten/Hemmer die Gehorsame dieDnregelrichtigkeitdeß Menschlichen Willens.
Dise / welche sich mit Visen Gelübten affoVerloben/ folgen der Ermahnung deß AvostelS/der also spricht: (L) So tödtet nun eüwereGlieder / die auff Erden sind / alsHurerey / Unreinigkeit / Unzucht / böseLust / und Geitz. Dise verlassen die Welt/und sterben dcrsclbigcn gänzlich ab; Vnd damitsie hernach dem einigen Gott leben / so fangen siedurch / und mit der Solennischrn krolesliou
und