Die (lästerliche Drstiplin. 19
Ein Religioß underwürffet sich Gottnicht nur dem Werck nach / sonderauch seinem Gewalt nach/und opfferetdemselben ferne Freyheit freywtllrglichauß sich selbsten auf. (^) Gleich wiehöcher zu achten ist/ wann man einemden Baumb mit sambt der Fruchtschcncket/dann die Frucht allein: Wernit verlobet/der gibt allein die Fruchtder Tugenden; wer aber verlobet/dergibt GT)tt auch den Baum selbsten/nemblich den Willen/und dre Freyheit/daß er was anders/als was er verlobt/noch wollen / noch thun kan. (/-)Dammb sagt ^UZUÜMUS : EB solle dichnicht gereüwen/daß du gelobt hast/jaerfreüwe dich/ daß dir jetzund nichtmehr zugelassen ist / zu thun / was dirzu deinem Schaden ohne Gelübt zuthun/ erlaubt gewäsen Ware.
Derohalben greisse die Sach uner-schrocken an/ und erfülle das Gelübtin der That/der wird dar;» verhülss-lich seyn / der unsere Gelübt begehrt.Glnckfeelig ist die Nothwendigkeit/ dieuns zum bessern antreibet.