Buch 
Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
Entstehung
Seite
44
JPEG-Download
 

44 Die ^lästerliche Disciplin.

das Dnglück der zeitlichen Gütern beraubet / denhat es vilen Gefahren lind Lerwirrunaen loßge-macht. So solle dann der jenigc vil fröhlicherseyn/ der von sich sechsten die Rcichthumben ver-kästen hat; Bann die war hasste Reichthum!' istim Geist. Der ist reich genug / der sichmit der Armuth wohl vertraget.

Aber 0 ) der ist nicht armb/welcherdie Ungemachlichkeit der Armuth nichtempsindet. LsrnaMus spricht : (s) EBsind Religiösen die armb seyn wollen/doch also / daß ihnen nichts gebreche.Dtse lieben die Armuth so weit/ daßsie keinen Abgang leyden. Biß ist ein

grosser Fehler Bann die jenige ist für ein wah-re Armuth zu halten/ wann wir arme Or-dens- Geistliche mit gleichem fröhli-chem Angesicht Hunger/ Durst/ Hitz/Kalte/und Mattigkeiten auff-und an-nehmen. 0-r) Wann etwas bey demLisch abgehet/ wann die Speiß demGeschmack nicht annemblich / wannveraltete Kleyder auffgetrungen wer-den / wann die Schuch übel genahet/du alsdann darob ein heimliche Frewdhast/ oder ab dem widrigen ein Miß-fallen erzeigest.