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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
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54 Die klösterliche Disciplin.

s n/n - Ja die Gehorsame wird demenoch vorgezogen/ weilen durch das Schlacht,Opffer frembces Fletsch / durch die Gehorsameaber der eigene Will geschlachtet wird. Vnddarumb (««) ist die Gehorsame nach Mey-nung deß Heil. Loch mkLiri eine Arth derMartyr. Und umb wie vil ole Ge,

horsirme bereitwilliger ist / umb so vikn ehr solle siegeehrt und belohnet werden, / //>) Durch dieGehorsame werden dieBefelch gemil-teret. Dann die Hurtigkeit deßguten Willens erweichet und machtgeneigt den Dbern. (^) Und dise Ge-horsame wird alsdann Gott und demMenschen angenemb seyn / wann dasGebott nicht mit förchten/nicht lang-sam!) / nicht trag/oder mit Murmlen/oder Wrdersprechung vollbracht wird.(") Fürwahr das Hertz deß Gerech-ten dencket auff Gehorsamb. Wie das?

Der warhafft gehorsam ist/ derschiebet das Gebott nicht auff/ sonderbereitet alsbald das Dhr dem Gehör/die Zung der Stim / die Fuß demWeeg/ die Hand dem Werck/ und erversamblet sein Gemüth gantzlich/daß

er