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Die Clösterliche Disciplin in kurtzem Begriff auss den Regeln, und Geistlichen Lehren der H.H. Vättern / in Lateinischer Sprach zusammen gezogen durch R.P. Amandum Krenner von Lambach, Ord. S. Benedicti jetzund aber in Teütscher vorgestellt von R.P. Henrico Hegner Priestern dess Hochlöbl. Gottshauss Wettingen, dess exempten Cistertienser-Ordens, der zeit Beichtigern dess Hochwürdigen Gottshauss Magdenaw
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214 .Die ^lästerliche Disciplin.

eine bittermachende: Den Eyffer/ deraber mcht unbescheidenitch wüte: DieGütigkeit/ aber die nicht mehr dannrecht ist/ verschone. (^) Es mag seyn ;was immer will/ eine bescheidenlicheNachlassung in der Bestraffung hatmehr Krasst / dann eine ernsthaffteVollziehung derselben/dann jene ma-chet underthanig/dise aber hartnäckig/und nacheyssrtg. (^) Über das ist besser/fan daß wir am Jüngsten

Tag wegen der Barmhertzigkeit/dannwegen der Grausambkeit bestraftetwerden/dan dieBarmhertzigkeit wirdüber das Gericht erhöhet.

(/) Alles wissen ist nützlich / aberalles vollführen ist schädlich. Diekleinere Sünden muß manverzeyhen/die grosse mit Ernst abstraften. Manmuß nicht allezeit mit der Straff/ son-der öffters mit der New sich befrtedi- §gen lassen. (F- Keiner ist soboßhasst/daß er nicht wolle gut werden/und istkein so grosses Laster im Menschen/welches die gute Manier / und Sinn-reiche Sorgfaltigkeit nicht verbesseren

könne.