284 Die klösterliche Distiplm.
tigkeit/ Gottsförchtig zur Behutsam-keit.
Die Gedult aber erhaltet die Liebe.<^) Die Liebe ist gedultig/ sie ist gü-tig/ die Liebe eyfferet nich't/sie handletnichts fraventlich/sie blaset sich nichtauss/sie ist nicht Ehrgeitzig / sie suchetnicht das ihre/ sie lasset sich nicht rei-hen/sie gedencket nichts böses/ sie er-freüwet sich nicht über die Ungerechttigkeit/aber sie erfreüwet sich über dieWahrheit/sie vertragt alles / sie glau-bet alles/ sie hssset alles/ sie geduldet
alles. Deßwegen sagt L^prianus:
Neme die Gedult hinweg von derLiebe/ so wird sie verlassen seyn / undnicht bestehen. Neme die Materi zuleyden/und zu übertragen hinweg / sowird die Liebe ohne Wurtzel / ohneKrafften seyn/ nicht verharren. Da
der Apostel lekklichen von der Liebe redre/ hat erihren die Vbercragnnq / und Gedult zugesellet.Darmjt erzeiget er/ daß die Liebe steift verharrenkönne/ wann sie weist alles zu leyden. Vnd aneinem andern Orch stricht er : s//) Einer
übertrage den andern in der Liebe/
und