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Die getröste Wittib, oder Lebens-Ordnung einer betrübten Wittib : nach welcher sie kann getröst leben, und sterben
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gefallen hat/ soll es auch dem Men-schen gefallen. Mit allen deinen un-gedultigen Klagen wirst du es nicht an-ders machen/ als es der gütigste GOttgeordnet hat. Es ist auch sehr unver-nünfstig/ mit überflüßrgen Tramen /«nd Thränen sich also abmatten/ daßman dardurch selbst erkrancken muß;indeme doch gewiß ist/ daß du nie-mand mit deinem Vilen Weinen / sottestdu auch Blut weinen/ auß der Ewig-st wirst zmuck ruffen. Nicht nachverwerten Avmuthung / sondernnach der rechten Vernunft / must dudich in solchen traurigen Begebenhei-ten richte». Du hast dich ja mit dei-nem verschiedenen Ehegemahl nicht lan-ger verbunden / als bis euch der Todwird scheiden ? Nun dann / warumbetrübst du dich so unsinnig/ da es dochalso geschehen ist/ wie du es vorsehenhast müssen ? Du hast ja gewußt/ daßdem Ehegemahl sterblich ist / wie du /und wie wir alle/ so ist es dann nichtsunverhofftes / daß ein sterblicherMensch sterbe; trage mit Gedult /was du nicht änderst machen kanst,Leaeca. §. IV.