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ten öffentlich nennet und bekennet zu seyn
das andächtige Weiber-Geschlechr:
dann ihr diesen lobreicherrRuhm - Titel viel-fältiglich verdienet/ und euch dessen wohlwürdig machet. Dieweil es ja die tägli-che Erfahrung mit sich bringet / daß dieNatur die Tugend in euch eingepflanzt /und euch reichlich mit der Andacht/ Barm-herzigkeit/ Mitleiden und BechseügMbegäbet hat. Man sieht es ja täglich -was für einen rühmlichen Eifer ihr zumGottesdienste / zum Gern Meßhörcn /Beichte«/ Lommuniciren/ Wallfahrten/Stationen-Gehen/ Kranken besuchen /Betrübten trösten/ Bußwerke üben/ unddergleichen gottseligen Werke / erzeiget:So gar / daß wenn euch die Haus - Ge-schäfte nicht daran verhinderten/ ihr anSonn-und Feyereägen den ganzen Vor-mittag hierum zubringe«/ und den folgen-den Nachmittag in Gottseligkeit verzeh-ren würdet. Es ist unlaugbar/ daß ihr eshierum dem männlichen Geschlechte weitvorthut/ und dasselbe durch eure Andacht
gar