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Buß-Gebether. 129
gewartet; damit du endlich einmal mein Herzzu deiner Wohnung könntest überkommen.Ach! wie oft hast du durch deine Emsprechun-gen an meinem Herzen angeklopft, und wieoft hast du mich mit Süßigkeit gelocket, undmit Widerwärtigkeit gezwungen, bist dennochallzeit von mir abgewiesen worden. O wiebillig hätte dein Zorn über mich ergrimmen,und mich in den Abgrund der Hölle hinabstür-zen sollen, du hast mir dennoch gnädiglich ver-schonet. Ach! ich heillose Sünderinn bmnicht werth, daß mich die Erde trage, viel-weniger den lieben Himmel anschaue: dieweilich meinem himmlischen Vater so undankbarund halsstärrig gewesen bin. Wehe mir un-glückseligen Sünderinn, die ich meinen so lie-ben und gütigen Vater verlassen, und ihmso viele Schmach und Unbilden zugefügt ha-be: welcher mir dennoch lauter Liebe, Gnade,Treue, und Gutthaten erwiesen hat. Wehemir, daß ich ihm mein Herz verweigert, undes mit so vielen Abscheulichkeiten besudelt ha-be: welches er mit Tugenden zu zieren, undzu seiner Wohnung zu machen, begehrt hat.
Aber nun, 0 allergetreuester Vater! wen-de zu mir Armseligen die Augen deiner Barm-herzigkeit , und verzeih mir, döß ich dich sogar schwerlich beleidiget, und meine Bekeh-rung so gar lang verschoben habe. Ich binzwar ganz und gar keiner Verzeihung würdig;