152 Der fünfte Theil,
Aufnehmung seine persönliche Gegenwart ver-ehren; auf daß er dich an meiner statt würdig-lich lobe, und dir alle Gefälligkeit erzeige. Ichwill auch zugleich eine Seele aus der -Quaal er-retten, damit sie dich im Himmel an meinerstatt lobe, liebe, und benedeye, und dich fürmich unaufhörlich bitte und anrufe. Dieweildu dann an diesem hohen Werk ein unbegreif-liches Gefallen hast, und sonderlich verlan-gest, daß ich mit höchster Andacht dieß hoch-würdige Sakrament empfange, als werfe ichmich demüthiglich vor deinen Gnaden-Thronnieder, und bitte dich wegen deiner größer»Ehre, daß du mir genügsame Gnade mittheilest,deinen Sohn würdiglich zu empfangen. Ach!wie bin ich aber einer so großen Gutthat so garunwürdig : Und wie ist mein Herz, den höch-sten GOtt in sich aufzunehmen, so gar untaug-lich. Dann meine Seele ist eine Grube vollerUnreinigkeit, und mein Herz ist ein Abgrundaller Abscheulichkeit. Dieß betrübet mich zwarunsäglicher Weise: Gleichwohl kan tch diese mei-ne stinkende Unsauberkeit aus mir nicht reini-gen: noch meine übergroße Boshaftigkeit ohnedeine Hilf vertilgen. Darum nehme ich mei-ne Zuflucht zu dem Brunnen des Heilands,und opfere dir zu meines Herzens-und der See-le Reinigung die bittern Zäher deines SohnsJEsu Khristi, ich opfere dir zu derer Heili-gung den blutigen Schweiß Khristi, ich opferedir zu derer Abwaschung das Wasser des Her-zens