162 Der fünfte Theil,
So nimm dann an das Lob, dle Liebe, dieEhre, das Gebeth, die kindliche Neigung, dieheil. fünf Wunden, das bittere Leiden, undden unendlichen Gefallen, so dir dein Sohnjetzt in meinem Herzen erzeiget; an statt desLobs, der Liebe, der Ehre, der Dienste, unddes Gefallens, fo ich dir all mein Lebtag zuerzeigen, unterlassen habe: wie auch zur völ-ligen Abtragung aller Schwachen, fo ich dirmrt meinen Missethaten zugefügt habe: undzur vollkommenster Genugthuung aller Stra-fen, so ich mit meinen Sünden verschuldet ha-be. Ich vermeine ja, diese meine Zahlung,Abtragung, und Erstattung werde von deinerGerechtigkeit für gültig erkennet werden; die-weil ich dir durch diese Aufopferung der per-sönlichen Gegenwart deines Sohns unendli-cher Weise größere Liebe, Lob, und Ehre ver-ursachet habe, als ich dir all mein Lebtagdurch ein tugendsames Leben hatte könnenerweisen: und dir auch voükommnere Genug-thuung geleistet habe, als ich dir mrt Verrich-tung aller Bußwerke der ganzen Welt hattekönnen geben und leisten. Deswegen ver-traue ich so festiglich auf die Zahlung, Ab-tragung, und Erstattung deines Sohns fürmich, daß ich gänzlich verhoffe, du seyest ü-derflüßiglich bezahlt, und werdest aus Gna-den von mir keine weitere Genugthuung ab-foderen, Amen.