Seelen-Ablaß-Gebether. 169
fen ist,) zueignen. Auf diese Weise kann es ge-schehen , daß du eine Seele erlösest, welche du son-sten nicht mit hundert Rosenkränzen, oder vielen an-dern guten Werken, ausser dem Ablaß hättest kön-nen erlösen.
Wllerliebster JEsu! alles, was zur Erlan-lW gung des heutigen Ablasses vonnöthenist,vermeyne ich treulich verrichtet, und mich die-ses großen Guts theilhaftig gemacht zu haben.Dieweil es aber dein grösseres Gefallen ist, wennichs einer Seele schenke, so beraube ich michfreywilliglich, dir zu lieb, dieses so großenund mir so hochnöthigen Gnaden-Schatzes:und schenke ihn deinetwegen der Seele meineslieben Vaters, rc. oder wenn diese nicht imFegfeuer wäre, so verehre ich diesen Ablaß der-jenigen Seele, für welche ich am meisten zubethen sc uldig bin. Du, 0 JEsu! wollestdiese meir Schankung für gültig halten, und' dort oben.. deinem himmlischen Rath bekräfti-gen. Falls aber, daß ich eines oder anderesvon denen vorgeschriebenen Werken sollte un-richtig oder nachläßig verrichtet haben, als bitteich mit tiefester Demuth und höchstem Eifer, duwollest dieß dergemeldten Seele nicht lassen zum. Nachtheil gereichen^ sondern meinen begange-nen Mangel durch deine unendliche Vollkom-menheit erstatten. So ist dann meinedemüthig-^ ste Bitte und festes Vertrauen, du werdest die-
' fen vollkommenen Seelen-Ablaß der jetzt ge-wölbten Seele vollkommentlich zueignen, und
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