ZIS Der eilfte Theil,
känntniß viele schwere Anfechtungen ausge- jstanden, auch in manche schwere Sund vor !Deiner Bekehrung gefallen bist: Steh mir bey lin allen meinen Anfechtungen, und bewahre iwich durch GDttes Gnad vor schweren Sän- fDen. Gleichwie ich eine kindliche Neigung zuDir trage, also trag auch allezeit ein väterli- -ches Herz zu mir, und laß mich deiner Treu- rHerzigkeit allezeit genießen. Verzeih mir, daß !ich deine heil. Regel bishero nicht mit wahrem kErnst gehalten, noch mich der Tugendseligkeit rfchuldigermassen beflissen habe. Dann ich je ^langer je mehr mich zu bessern, und ein wah- krcs geistliches Leben zu führen gedenke. Ma- lche, daß ich nach deinem Exempel, vor mei-nem letzten Ende, meine Sünden wahrhaftigbereue, und in der göttlichen Gnad von dieserWelt abscheide, Amen. ..
Zu der heiligen Mutter Monica.
E^iebreiche Mutter, heil. Monica! sey mir
aus kindlichem Herzen freundlich gegrüßt, .und aus wahrer Liebe andachtiglich geehrt.Deinliebster Sohn, St. Augustinus, ist Unser Va- l1er: Du aber, o liebreiche heil. Monica, bist lunsre Mutter. Nun weist du wohl, daß dieKinder, sonderlich aber die Töchter, allezeitgrößere Neigung zur Mutter, als zum Va-ter tragen, und in ihren Nöthen ihre Zuflucht ,viel eher zu ihr, als zu ihm nehmen. Darumtrage ich auch eine sonderliche Neigung zu dir,
um-