Neun-Diensttägige Andacht Zu St. Antonio. 525
küssen, herzen und liebkosen. Gedenk, 0 H. An-tont! wie groß diese deine Ehre und Freude ge-wesen sey, als du deinen G-Ott in menschlicherGestalt in deinen heiligen,Armen hattest, undzugleich mit ihm die himlische Schatz in deinerGewalt hieltest. O! wie unaussprechlich wardiese deine Glückseligkeit, und wie unergründlichwar diese deine Süßigkeit. Damals hat dir oh-ne Zweifel das süße IEsulein denjenigen Ge-walt gegeben, welchen du noch zu jetziger Zeitan den Betrübten und Nothleidenden erzeigest,daß du nämlich ihnen magst von dem Trost dei-ner Süßigkeit mittheilen, und aus deinem em-pfangenem Gewalt, in ihren Nöthen zu Hülskommen. Eja dann, 0 gebenedeyter heil. Anto-ni! wende deine barmherzige Augen zu mir, siehan dasjenige Elend, damit ich behaft bin, underrette mich aus der Noth, welche mich so hartbetrangt. Durch die Liebe deines süßesten JE-suleins bitte ich, und wegen den Gnaden, so duin dessen Umfahung empfangen Hast,ersuche ichdich, daß du mich meiner Bitt gewahrest, undmein beruhtes Herz mit einem einzigen Tröpf-lein deiner empfangenen Süßigkeit erquickest.Dieß zu erhalten, will ich mit Andacht sprechenein heiliges Vater unser, und Ave Maria.
Das dritte Gebeth.
Ar lorwürdiger heiliger Antoni! groß ist deine^ Ehre und herrlicher Nam, und dein Lobwird in der ganzen Khristenheit versündiget.