402 Der zwölfte Theil,
<O allergütigstes JEsulein ! in Vereini-gung der Andacht, mit welcher heut deineheiligste Mutter dich im Tempel geopfert hat,opfere ich dir diesen geweihten Wachsstock,und will ihn zu deiner Ehre bey meinem Ge-beth anzünden und verbrennen. Demüthig-ltch bittend, daß gleichwie das Licht durchdas sichtbarliche Feuer entzündet, die nächt-liche Finsterniß vertreibet; also wollest dumeine See! mit dem unsichtbarlichem Feuer,das ist: mit dem Glanz des heiligen Geisteserleuchten, und von der Blindheit aller La-ster reinigen: damit ich mit reinen Augen desGemüths sehen könne, was dir angenehmund mir heilsam sey. Und gleichwie dieFlamm dieses Lichts erhitzet und entzündet:also wollest du auch mein Herz mit dem hei-ligen Feuer deiner süßesten Liebe ganz ent-zünden , damit ich dich meinen GOtt undErlöser wahrhaftiglich liebe, stats nach dirVerlange, inbrünstiglich zu dir seufze, undendlich deiner Süßigkeit ewiglich genieße,Amen.
Unter der Proceßion sprich folgendes
Responsorium.
friere dein Braut-Bett, o Tochter Si-D- on! und nimm auf Christum JEsumDeinen König. Umfange Mariam, welche istdie himmlische Pfort: Denn sie tragt den Kö-nig