Miierere-Gebeth. 4 rZ
auseinander gerissen, und seine Hand und Füßmit groben eisernen Nageln ans Kreuz geheftetwurden. Drittens seufze ich zu dir, (Ach !^ könnte ich von Herzen seufzen) in Vereint-f gung der jenigen herzbrechenden Seufzern,j welche deinem halb-todten Sohn aus dem; Grund seines Herzens Herfür brachen, als ihmder grimmige Tod so manchen harten Stoß aufsein krankes Herz gab, und endlich dasselbigek mit einem ungeheuren Streich entzwey brach.
^ Diese dreyfältrge Seufzer deines schmerzhaften- Sohns opfere ich dir, o barmherzigster Vater!zugleich mit meinen reumüthigen Seufzern, zurVersöhnung deines gerechten Zorns, und zurVerzeihung meiner vielfältigen Sünden.
!' Ich opfere dir auch, und vereinige zugleichf mit den Meinigen alle und jede Seufzer, wel-che heut in der ganzen Khristenheit geschehen,x und von allen bereuten Sündern, und Sün-^ derinnen jemals geschehen seynd. Und spreche1 zugleich mit allen bußfertigen Herzen: Misere-
' re mei Deus ! miserere mei: Erbarme dich^ meiner! o GOtt! ach! erbarme dich meiner:Z dann ich bin eine armselige Sünderinn, welches deiner Erbarmniß gar hoch vonnöthen hat.f Erbarme dich meiner, o GOtt! ach! erbarme
f dich meiner : dann ich weis sonst nirgends
p Barmherzigkeit zu finden, als bey dir dem al-
i lerbarmherzigsten GOtt. Ach! erbarme dich1 meiner, o GOtt! ach ! erbarme dich meiner:* dann du hast noch keinem die Barmherzigkeit
Bb 5 ver-