420 Der zwölfte Theil,
Kleider küssete, und alle deine gethane Wun-derwerk höchlich rühmete. Ja, auch so gar diekleinen unmündigen Kindlein auf den Armen ih-rer Mütter vor Freuden aufsprungen, undmit ihren zartesten Stimmlein, gleich als ir-dische Engelein, laut aufrüsten, und deutlichsprachen: Hosanna! Hosanna! Zu diesen undandern Ehren wünsche ich dir von HerzenGlück und Heil, und erfreue nnch tausendmalmehr hierüber, als wenn mir diese Ehre wäreerwiesen worden. Wollte GOtt! daß ich diranjetzo diese deine Ehr könnte erneuern, ja tau-sendfältig vermehren : es sollte mir keine Mü-he zu schwer, und keine Arbeit zu verdrüßlichseyn. Was ich aber bey andern nicht kannauswirken, das will ich an mir erfüllen, diralle mögliche Ehr in meinem Herzen erweisen,und alles Lob und Preist mit meinem Mundaussprechen. Zur Urkund dessen, will ich hin-gehen den geweihten Palm zu empfangen,und ihn vor allem Volk zu deiner Ehre in Han-den tragen.
Jetzt geh hin den Palm zu empfangen, und wenndu wieder zu deinem Ort kommest, so sprich:
HErr JEsu Khriste! du glorwürdigsterAN Obsieger aller deiner Feinde, sieh, die-sen geweihten Palm trage ich in meinen Han-den, zu deiner grösser» Ehr und Glory, undzur Bezeugung des herrlichen Siegs, welchendu wider die Welt, das Fleisch , den Teufel,