In gemeiner Noth. 537
n- welches unter den Alten und Jungen ist: und^. sieh an die heisse Zäher, welche wir so mildig-
ej- lich vergiessen. Ach! erhöre doch das Seuft
j, zen und Klagen: ach! beherzige doch das)u klägliche Weinen und Schreyen: ach, ach!
erbarme dich doch über die Unterdrückung desny armen betrangten Volks. O gütigster Gott!der du zu Moyse sprachest: Ich habe angese-hen die Beträngniß meines Volks in Egy-^ pten, und habe ihr erbärmliches Geschrey an-' gehört: darum bin ich herab gestiegen, damitich sie aus der Hand der Egyptier erlöse. Ach!ne sieh doch auch jezt mit solchen mildreichen Au-)e- gen unsre große Beträngniß an, und erhöre>r, ' das erbärmliche Geschrey, welches von Jun-ka- gen und Alten zu den Wolken steiget. DeineE- ^ gewöhnliche Güte wolle dich antreiben vomn: ' Himmel herab zu steigen, und dein armesler Volk aus jezigen Nöthen zu erretten. O al-lm ' lermitleidigster heil. Geist! wir lassen ja nichthe . ab zu bitten, zu seufzen, zu weinen, und zuas ! schreyen, bis wir dich zum Mitleiden bewe-gn gen, und durch dich aus unsern schweren Nö-aß ^ then errettet werden. Gedenke, daß unter)ir der großen Menge des Volks viel fromme, un-en schuldige seyn, welche die gegenwärtige Straf>u- ^ nicht verdienet haben: so wirst du ja nichtdie Frommen und Unschuldigen mit den Un-;er frommen und Schuldigen verderben, sondertt. vielmehr wegen den Frommen, denen Unfrom-h, men und Boshaften verschonen, Amen.
Zu