Gebeth, eines schwängern Weibs. 58 z
es wiederum zu deinem ewigen Dienste, undwill es dir zu lieb und zu Ehren tragen, ge-bühren, und erziehen. Was ich die ganze Zeitmeiner Tracht für Ungemach, Verläßlichkei-ten, und Schmerzen leiden werde, und wasich m der Geburt für Peinen, Gefahren, undArmseligkeiten empfinden werde, und was ichin der Auferziehung für Sorgen, Müheselig-keiten, und Verdruß ausstehen werde, dasalles sey dir hiemit in Vereinigung des LeidensKhristi vollkommentlich aufgeopfert, und zudeinem Dienst gefchenket.
Ich nehme dieses alles nicht aus Noth,gleichwie andere Weiber, sondern freywillig,aus Liebe deiner von Herzen an, und will die-ses alles, zu deiner Ehre gern leiden, damit ichdir einen Diener, oder Dienerinn gebühre underziehe. Jezt und für allemal opfere ich diralles und jedes auf, so ich in der Tracht, Ge-burt, und Auferziehung, deines und meinesKindleins thun und lassen, leiden und einneh-men, reden und sorgen werde: auf daß, wennich vielleicht eines oder anders dir aufzuopfernvergessen oder unterlassen sollte, durch die Kraftdieses Opfers dir aufgeopfert seyn solle. Die-se meine Meynung und Aufopferung bekräfti-ge du im Himmel, und was ich in diesem Ge-beth von dir begehret habe, das bewillige misaus Gnaden, Amen.
Drev