Wider die Anfechtungen im Tod. er?
meine Sünden. GDtt selbst, der nicht lügennoch betrügen kann, hat ja geschworen, erwolle den Tod des Sünders nicht, und er wollealle so ihre Sünden bereuen, und auf ihn hof-fen, zu Gnaden annehmen. Darum will ichan G-Ott nicht verzweifeln, wenn ich schonnoch vrel tausendmal größere Sünden gethanhatte, als ich begangen habe.
4. Wenn mir der Satan sollte eingeben, ichkönnte keine Verzeihung erlangen, dieweil ichmeine Sünden niemal würdiglich bereuet, nochaufrichtig gebeichtet hatte: so will ich ihm ant-worte^ : wenn dem also seyn sollte, so wäre eSmir von Herzen leid: dann GOtt, weißt, daßich allzeit meine Sünden würdiglich zu bereu-en, und aufrichtig zu beichten, begehrt habe.Und brennt bezeuge ich vor dir meinem GOtt,daß mir alle und jede begangene Sünden vonGrund meines Herzens leid seyn. Und wennich sollte wissen, daß ich einige nicht recht be-reuet, oder gebeichtet sollte haben, so wäre ichbereit dieselbigen abermal schmerzlich zu bereu-en, und aufrichtig zu beichten.
5. Wenn mir der Satan sollte eingeben, ichhätte mich vor GOtt nicht zu fürchten, son-dern würde ohnfehlbarlich wegen meines gott-seligen Lebens selig werden, so will ich ihm ausder heiligen Schrift antworten: Der Menschweißt nicht, ob er der Liebe oder des Haßeswürdig sey: dann GOttes Urtheil seynd weitanders, als der Menschen. Wenn ich schon
et-