66I
Officium für die Abgestorbenen.
Ich bitte dich, ach! nicht verschieb.
Den Seelen Trost zu geben.
Fürnamlich meiner lieben Freund-^ Verwandten und Bekannten,
! Die in der -Quaal des Fegfeuers seynd,j Dein Hüls und Trost woll'st senden.
' Das bitt ich durch dein theures Blut,
Das dir die Streich austrieben.
Auf daß sie dich, ihr höchstes Gut,
Mehr loben, und auch lieben.
Antiph. O HErr IEsu Khriste! der dukommen wirst zu richten die Lebendigen unddie Todten, und die Welt durch das Feuer:I schenke ihnen, o HErr! die süße Ruhe, undi führe sie zu dem Ort der Nachlassung.
! HErr! erhöre mein Gebeth,
^ Und laß mein Geschrey zu dir kommen.
l Gebeth.
^ Wllersüßester HErr IEsu Khriste! der du! sW dein rosenfarbes Blut in deiner grausamen' Geißlung so schmerzlich für unsere Sünden ver-gossen hast: ich danke dir für die liebreicheBlut-Vergiessung, und schmerzliche Zerflei-schung deines jungfräulichen Leibs: demü-thiglich bittend, du wollest den armen See-len des Fegfeuers, sonderlich den Seelen mei-ner lieben Aeltern, Brüdern, Schwestern,Verwandten, und Bekannten nur ein Tröpf-lein deines heiligen Bluts herab senden, und