7r6 Der sechszehnde Theil,
ist, als unser natürliches Feuer. <O G-Ott !was ist dieses für eine strenge Gerechtigkeit?Ach! ach! was ist dieses für eine gewaltige underschreckliche Räch? o wehe der armen See-len ! welche in diese deine Nach fallen: dennsie gewißlich erfahren, daß es wahr sey, wasDer heil. Paulus sagt: Erschrecklich ist es fal-len in die Hände des lebendigen GVttes.Wenn dann vielleicht die liebe Seel, dererJahrs-Tag wir jezt begehen, deine gerechteRäch noch erfahren müßte, so bitten wir dich umGnad und Barmherzigkeit, und um MilderungDieser deiner strengen Gerechtigkeit. <O erschreck-licher GQtt! ich falle dir mit Vertrauen in dei-ne erzürnte Armen, und mit anmüthiger Ge-walt suche ich dir die Pfeil deines Zorns ausDeinen Händen zu reißen. Um deines liebenSohns willen bitte ich: ach laß deinen gerech-ten Zorn sinken, und die nun so lang-währendeStraf einmal aufhören. Damit deiner strengenGerechtigkeit ein vollkommenes Genügen ge-schehe, so will ich dir die restirende Schuld die-ser lieben Seel überflüßig bezahlen. Sieh des-wegen, o gerechter GOtt! ich opfere dir dieDemuth deines Sohns, für die Sünden, soDiese Seel in der Hoffart begangen hat. Ichopfere dir die Keuschheit deines Sohns, fürdie Sünden, welche diese liebe Seel wider dieReinigkeit begangen hat. Ich opfere dir dieLiebe deines Sohns, zur Auslöschung der Sün-den, welche diese Seel in dem Neid begangen
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