Buch 
Patriotischer Zuruf eines alt St. Gallischen Landmanns an seine Mitlandleute der fürstlich St. Gallischen Landschaft : bey der gespannten Erwartung einer endlichen Antwort auf die den 3ten Juny 1795 eingegebene Vorstellungen / [Joseph Bloch]
Entstehung
Seite
13
JPEG-Download
 

k Wn, daß wir der gehaßigen Leibeigenschaftr Wizlich werde» entlassen werden, vbschon uns die« «ließen Urkunden und richterliche Sprüche derk EU Schirmorte zu selber erkennen und verur-§ theilen. Wir können diese Gnade um desto zuoer-e Wicher erwarten, da wir bisher von mnrerDGen Landeshoheit so meld und sanft regiert >mden, daß es keiner empfand, und kaum der,« lmderteße der Unterthanen wußte, daß er Lcib-» «W se»; daß sogar Freygebohrne, selbst freyer Wnvffen hausenweis herbeystrommttn; um dasS- iOrecht ansuchten, an unsrer Wohlfahrt Antheili» nehmen, und unter einer Regierung zu ^ lebenß Wschten, bey welcher sie sich glücklicher schätzten,i wenn sie in einem freyen Staate leben könnten.

Diese und vielleicht noch mehrere Begün-ÜWgen, die jetz noch niemand wissen kann,Aen wir von der allgemein bekannten MildeB den väterlichen Gesinnungen unsers gnädig«d Fürsten auf eine Art mit Gewißheit erwar->». Und wenn wir sie erhalten, wie glücklichWen wir uns schätzen, daß wir uns so vor-Waft aus einem Geschäfte herausziehen können,Wes für uns und das ganze Land die bedenk-lichsten Folgen befürchten ließ? Welchen DankW wir der ewigen Vorsehung schuldig, die unsMn Fürsten geschenket hat, der, statt so mancheW im Auslande mißgebilligte Schritte zu ahn«M, das Böse nur mit Gutem zu vergelten ge«Mt? Welch' vollkommenes Zutrauen verdientchcht der beste Landesvater von seinen getreuenMdeskindern, der um ihre Wünsche zu befriedigen,W von Seinen unstreitigen Rechten so vielesnachzugeben bereit ist, als Er immer ohne Der«Wng Seines Gewissens nach geben kann? Und