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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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93
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Von.der Vermahlung Maria und Joseph. 9z

Jungftaweinem sterbliche Men-schen/vermittels deß Ehestands/solle unterworffen werben/ ha-ben Sie sich entschlossen / damitSie in difer fchwarenSachuichtthäten irrgehen/den Göttlichen'Willen durch das Gebett zu er-forschen.

Mein vamslcenL! IN allen dei->nen wichtigen Geschässten. seyenicht zu gäch;erwege deine Sa--chen mit guter Vernunfft und?gutem Rath / undkanst du dirsechsten nicht helssen/pflege an-derer verständiger frommer Leü-then Gutachten; undvermeynstdu/daß auch dise dir nicht gnug-samb helffen können/bitte G-Ottinbrünstig / daß Er dir helffenwölle. Absonderlich in Verän-derung deines Stands/ ruffeGott an umb seinen Beystand/und sage mit Samuel dem from-men Knaben: Rede HErr / deinRnecht höret. (3) ^)der aber mitdem eyfferigen Paulo: (b) HErr/was wüst du / daß ich thun soll?

und zweiffle nicht/daß Gott dichnicht werde erhören/und zu dei-nem Hertzen reden/was du thunsollest/ oder/ Er wird wenigstandere erleuchten / was sie dirrathen sollen; du must aber indeiner Bitt verharren/und nicht

kleinmüthig werden / wann dunicht gleich erhört wirst.

Zu vifem End/so bald der HohePriester in den Tempel komen/hat Er ohne Verzuä von demDrth deß Gnaden- Throns einStimm gehört/ daß alle außdem Hauß und Stammen Da-vids / so deß Ehestands fähig/ihre Stäb vor den-Altar sollendarbringen / dessen Stab aber/wie deß Aarons/ wurde auß-schlagen und grünen / und aufdessen Spitzen der Geist deßHCrren/unter der Gestalt einesTäubleins sich wurde sehen las-sen/demselbigen soll dieIung-fraw vettrauet und vermähltwerden; welches grosse Gluckden frommen Joseph getroffen/deme die Braut alsobald zuge-Khrt und versprochen ist wor-den.

Betrachte/ daß obwohlen derHeilige Joseph auß KöniglichemStammen gewesen / werten Ersich aber auß hertzlicher Demuthnicht geschämbt ein Handwerckzu treiben/und mit seiner Hand-Arbeit sich zu ernähren / ja ebendarumb/als bey diser Ausamen-kunfft so vil Adeliche/ fürnehmeund reiche Jüngling erschienen/Er sich auch auß Demuth inM z einen