Von der Bekehrung deß Heil. Pauli. 107
dir hark fallen wider den Stachelhinden arißzuschlagen. Auf diseStimm deß.HErren/ seyedasharte / verstockte und sündigeHertz Pauli also erweicht wor-den / und gleichstund zerschmol-tzcn/ daß Cr völlige Erkandtnußund New und Leyd aller seinerSünden erlangt / mit Zitterenund Schrecken als ein zu allerStraff bereitwilliger Ubelthätergesprochen.' HErr/ was wilst dir/das ich thuen solle ? HErr/sihe/mein Hertz ist zu allem willigund bereit / mache mrt und außmir/was deinem GöttlichenWillen gefällig.
Neben vilen anderen gutenGedancken behertzkge abso»rder-lich die grosse Liebe Christi JE-su/ derselbsten seinem ärgstenFeind erscheinen/ und zur Besse-rung deß Lebens ruffen und be-kehren wölkn / damit also keinSünder/ wie groß Er ist/ver-zweifln/sonder gedencken solle/daß wann Paulus ein solcherVerfolger Christi JEsu/ undaller seiner Jünger / von G-OttGnad und Barmherzigkeit er-langt/auch Er dise Gnad zu hof-fen habe; Auchdu/OLMLlcenä!werde nicht kleinmüthig / wanndu etwan gefallen bist; anerbiete
dich mir Kindlicher New undLeyd/und sterffem Fürsatz/nichtmehr zu sündigen/alles von derHand GDttes anzunehmen/was Er drr Widenges werdezuschicken. Sag offr mit Zitte-ren und Schröcken/das ist/ mitberewtem dcrnüthigem Hertzen:HErr! was wrlst du / daß ichjetz ins künffrig thun sollet Überdas gedencke/daß wann GDtt sogütig, gegen den armen Sünder/und auch du vou G<Ott Barnr-hertzigkeit hoffest/ wie vilmehrdu gegen deinem Nächsten sollestbarmhertzig seyii/ulid Jhme ver-zeyhen/wann Er dich etwan be-leydiget.
Mcrckc glich wohl/daß Pau-lus nicht erst hab aufgehört zusündigen und Büß gethan/nach-dem Er seine vorgehabte Sün-den zu i-LMälco vollbracht / son-der gleich denselbigen Augen-blick/ als Khristns Jhnne ge-strafft: Paule/ Paule/ warumbverfolgst du mich?
Verwundere dich also nicht/mein Oamslcen-t ! daß so vielgrosse Sünder zu Grund geben/die meiste Ursach ist/ daß wellenderen vil/so gleich nach begange-ner Sund/ oder in dem sän bli-chen Wcrck sechsten von G^ttO 2 inner