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häfften/selbigem nachjagen/oderaber in Sorgen stehen / selbigeszu verlieren. Paulus der Apo-stel sagt/ (») daß die Begierdnach Reichthumb ein Würge! allesvbels jeye. Und indem der SohnG-Ottes die Reichthumb denDörneren verglichen / hat Erwöllen anzeigen / daß sie demMenschen Tag und Nacht keinRuhe lassen/immer verletzen undstechen / und nicht zulassen / daßEr etwas Guts/vilweniger zugrosser Frock-und Heiligkeit ge-langen möge; DarumbdieHH.L)rvens- Stiffter Ihre Unter-gebne zum Gelübd der Armuthverbunden/und nicht wolten daßsie etwas eigenthümliches sol-ten besitzen / nach dem Exempelder ersten Khristen / deren diemeiste alles unter dieArmen auß-getheilt/wie auch gethan dieHei-lige die Hoch-AdelicheRömische Jungfraw/derenHerrVatter zum dritten mahl dasBurgermeifter-ampt verwaltet/und hiemit grosse Reichthumbbesessen/die sie alle nach Abster-ben deß Herrn Vatters und Fr.Mutter verlassen / und darmitden Nothleidenten Khristen zuHülffkommen/auf daß Sie demGottseligen Leben desto besser
abwarten/und wans GOLt alsohaben wolle / sich zur Marter-Aron tauglicher machen möchte.
Mein vLMLscen, « Du seyestGeistlich oder weltlich/reich oderarmb/vergnüge dich mit deme/was du hast / trachte nicht unrü-hig nach Reichthumb; hast duschon dieselbigen/ besitze sie nichtunordentlich/und theile den Ar-men mit so vil dein Stand zulas-set ; wirst du aber durch sonder-bahre Zulassung GOttes dersel-bigen beraubt/betrübe dich nichtdeßwegen/und gedencke daß nochvil tausend Arme/die umb Gottbesser verdient als du/welche mitihrer Armuth vergnügt/ GOtteyfferigist dienen/ und sich reichgnug schätzen. Bist du aberGeistlich / ach wie glückseeligwirst du seyn/wann du von Her-tzen alles verlassen/mchts eigen-thümbliches besitzest/ und rechtarmb bist. GL)tt hat dir nichtallein ins künsstig den reichenHimmel/sonder auch hie zeitlichallen Überfluß versprochen/ wandu in deiner Armuth GOtt eyf-ferigist wirst dienen/wie du selb-sten täglich wirst erfahren / daßdu weniger Mangel in deineräussersten Armuth thuest leyden/als etwan ein Geltgieriger/un-
barm-