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Betrachtung
Betrachtung
Auf das Fest der Herl. Zungftawen und
Martyrin
Der erste Punct.
(ZMEt-rachte / daß die HeiligeAZAgatha nicht allein zu i^-icrmo von reichen undedlen Eiteren gebohren/ sondernoch über das sehr schön von Ge-stalt / weiß und klug am Ver-stand/fürtrefflich an Tugenden/und im Christlichen Glaubenaufs beste gegründet seye gewe-sen/und obwohlen Sie/als eineder Welt gefällige Iungfrawalle Lustbarkeiten hatte gemessenkönnen / habe Sie dannoch dißalles wegen GOtt verachtet/Ihre Glieder nach derLehr Pau-li/(ä) hie auf Erden getödt/dieLustbarkeit deß Fleisches unter-dnlckt/und allein/was ICsu deßGecreülzigten/gesucht.
Mein OLmalccnL l Auß diseMsihest du die unendliche Barrn-hertzigkeit Gattes gegen den:Menschen / und wie mächtig dieGnad in einer Seelen würfle/wann sie sich dann fahra machet/und durch die Kleinmmhigkelt/
Trägheit/oder durch die Sundsie dtse Gnad in ihrer Würflungnicht verhindert. Erinnere dich/ob du nicht offt und vil derGnadGOttes den Rtgel habest gestos-sen? ob du nicht mehr deinenBegierden mrd Gelüste,: / alsdem inerlichen Antrieb derGnadG-Ottes habest gefolget? welchedoch so offr angeklopffet/und dasIhre so gern hatte gethan/wanndu nur auch hättest mitgewürckt.
Lasse dirs hertzlichleyd seyn/be-weyne deine begangne Fehler/und seye fleißiger in Abtodtungdeiner Begierden/ so wird sichauch GOtt mit seiner Gnadbarmhertztger und mächtiger er-zeigen.
Betrachte zmn Anderen/ daßals der unkeüsche Landpfleger(^uintiänun sich in die Agathaverliebt / selbige aber nicht könte ^
nach seinem Willen genießen/hab Er Sie der /^pbromsiL undihren Töchteren / listigen un-
kcüschen