Von der Heil. Jungftawen und Marlyrin Apollonla. 185
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Bettachkung
Auf das Fest der Heil. Zurrgfrawm und
Martyrin Apollonia.
Der erste Punct.
MEtrachte / daß als Orciv» Sie wäre bey jederman ein sehtÄser grausame Kayser zu nahmhafste Fraw/ sagt die Heil.... ^lcxrn6riLdieLhriftenan- Schrifft/(-) dann Sie förchrete
^ keng zu verfolgen/seye Apollonia den HErren/ und niemand war derdie Heil. Alexandrimsche Jung- etwas Bösts von Ihren redete,ftaw und Martyrin nicht mehr Andere dergleichen Exempel ha-Ijmg/ sonder schon bey Ihren be- den wir in dem Gesatz der Liebestandnen Alter allen und jeden unzählbar vil/ deren bißweilen^ ein schönes Exempel und Spie- ein einziges solches Exempel ein
s gel der Tugenden gewesen / und gantze Versamlung zur Tugend
^ eben darumb so wohl bey Lhrir- ran «aufmunteren. Stelle dir
^ sten als Heyden sehr hoch ge- vor Augen ein Gott-liebende
/c schätzt und geachtet worden. Seel/welche in einerGesellschafft
- OrmrsccnL! GedenckewieM ohne Ampt und vhm mrsserliche
^ vermöge in einer Statt oder Verrichtung aller Klösterlicher
7 Versarnlung das Exempel einer Tag -Drdnung fleißig abwar-ft einzigen Tugendsamen Seel; tet / und ohne Ursach derselben
t. Von der schon-reich-und Tu- keine versaumet/gegen allen ver-
s. gend-vollen Judith liset man/ Aagllch/liebreich/aufrichttg und
d daß Sie wegen Ihres frommen ohne Falschheit sich erzeigt / und
y und heiligen Wandels von jeder- mit einem Wort thut/ was Ihr
^ man seye hoch geachtet worden; Stand und Beruf erfordert.
Niemand war / der sich an Ihr Und glaube für gewiß / daß ein
nicht erspieglete/ und zum Tu- solche Seel (auch von jederman
- gend - Leben angeführt wurde: verachtet /) wegen ihres guten
Wan-