i88 Bettachtung
Volck geprediget/daß der wahreGOtt allein anzubetten / wohlwissend/, daßaufsolches Zuspre-chen und Predigen nichts alsnoch grössere Peynen erfolgenwurden^
Erstlich/ vrmrtccl,»! Fliehekein Widerwärtigkeit / und aufwas Weiß und Manier dirGottselbige zuschickt/nimb sie von derHand Gottes fein demüthig an.Von jenem fromm Jünger deßHell. Autorin wird erzehlt/ (-)daß Er in derWüefte nach Was-ser habe gegraben/in diser Mey-nung/mit demselbigen verlieb zunehmen/ wie es Jhme Gott wer-de zuschicken.. Gihe l Er be-kombt ein bitteres Wasser /wel-ches Er über dreißig Jahr ge->truncken/ und da Ahme einesmahl andere Cinsidlev sagten /ob Ers nicht mercke / daß distsWasser bitter/und warumb Erdise Wohnung nicht andere/undbessers Wasser suche? gibt ErIhnen zur Antwort: Meine liebe
Bruder! wann wir die Bitterkeitund die Arbeit deß Abbruchs flie-hen/ und auf diftr Welt nur wohlleben wollen / werden wir nach di-stm Leben jene ewige und rechtsüße Güter nicht empfangen/»,ochgemessen jene iinerwährende Wol-
lüsten, deß Himmlischen Haradeyß.Bist du auch alss gesirmet?Wann deme nicht also / und dunoch gantz sinnlich und fleisch-lich/ was wwst du wohl zu er-warten haben T
Arm Anderen / erinnere dich/ob du nicht zu Zecken in deineniThuen und Lassen die Ehr Got-tes/das Heyl deß Nachstrn/oderdein selbst-eigne Seel lassestSchaden leyden ? Gibst du/vr-m-sccnL!: darmit nicht heiter anLag/du habest GDtt noch nichtrecht lieb/und seyen dir die Wi-derwärtigkeiten noch sehr zuwi-der. Was sagt aber Paulusdarzu? (b) Ich bin erfüllt mitTrost / übergössen mit Frewden inall unser Trübsal.
vsmLlcLn^! Magst du mitPaulo und anderen eyfferigenGotvliebenden Seelen zu so ho-chem Staffel der Vollkommen-heit nicht kommen/ daß du einBegierd und Verlangen nach Hdem Leyden tragest/ so demüthi-ge dich desto mchrer/und befleissedich wenigst/alles mit DemuthundGedult/was dir GottWckderiges zuschickt/von seiner Vät-terlichen Hand anzunehmen.
(a) kosvv.jib.Vic.k?.
(b) r.Lor.y. v.4.
Der