Von dem Heil. Apostel Matthias. rzr
sagen: Halte dich wohl/ undforchte dir übel darbn)/ das ist/sörchle dir/ du möchtest dieGnadGL)ttes nicht recht brauchen/fallen/und mit dem Judas ewigZu Grund gehen.
Dcr vmtt Punct.
OFErrachtc/daß nachdemeMat-
thias in dieVersamlungderApostlcn aufgenommen ist wor-den/ habe Joseph der Gerechtesich nicht bett übe/ oder wioerden Matthias einen Unwillengefastet. Er habe sich noch we-niger gegen die anderen Apostelund Jünger beklagt/ als wa.eIhm unrecht geschehen/ oder/As hat-e Er als ern leiblicherBnrder Jaccbi deß Apostels /undBluts-Verwand^er Christideß HErren/ mehrere AnsprachAs der Matthias zu vtser Apo-stolischen Wü.de gehab. Nnn/Uein/n:ein p>sm^scc' ^ l kein Miß-gunst schlachte in seinem HertzenAcht ein / und wäre wegen di-ler verwunderlichen Anordnung^Ätres besser zufrieden / alswann das Löß über Jhnne selb-«M gefallen wäre.
Oamsi eri!,; Ich will für diß-^Uahl nicht / daß du vil Gedan-ken machest / was sich zu Zeiten
zutrage bey den Regenten / undgross» Haupteren drftr Welt/wo etwa» einer dem anderen un-bältchgantze Königreich/ Ertz-Bischthümer/ Land und Leüchzu regieren / vorgezogen undvorgesetzt wird. Ach! wie viltödtilche Feindschafften / Mord-thaten / erbärmliche Krieg undVerwüstungen gantzer Land-schaften erfolgen auß solchenBeftirdernngen ? wenigstens ge-het es selten ftiedsamb zu. Lassedise Gedancken fahren/und bleiballein bey deiner Versamlungin deren du lebest. Hast du nie-mahlen erfahren/daß wann nuretwan em würdige Mutter/Priorin / Keller-Kuchel-Metste-rin/Portnerin/ oder Gast-Mut-ter loll erwählt werden/wie vilGedancken einVorgesetzter/oderL-berin müsse machen / damitnicht etwan dardurch die Liebezerrrennt/nnd einigeFeindschafftbey denjenigen erweckt werde/welche etwan auch gehofft be-fürderer/ und anderen vorgezo-gen zu werden. In dergleichenZustanden/ erftewe dich/daß dirnichts/vor dem lieben GOtt zuverantworten / auferlegt wird.In deiner Vernichtigung wirstdu GOtt besser gefallen / als
etwan