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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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274 Betrachtung

knirschen / welche Stein aber alleohne Schaden der Heiligendurch verborgne Krasse GottesdenenHenckers-Buben dieMäu-ler zerschlagen / so gar dem Ty-rannen hat der Stein / den Erwüttend auf die Heiligen ge-worffen/das Maul also hart ver-letzt/ daß Er rasend befohlen/ dieHeiligen wiederumb in die Ge-fängnuß zu stecken / in deren SieGOtt lobend von Khristo über-mahlen sind gestärckt worden.

Erstlich behertzlge/daß obwoh-len Khristus der HErr sechstendise 40. Soldaten zur bevorste-henden Marter abermahl auf-gemuntert / und gestarckt / habeEr dannoch verordnet/ daß Lyrion nach Ihme seilt Stell ver-treten/ und seine Mitgesellenzum Streit anfrischensolte; wiedann alle dapsser dem Tyran-nen unter die Augen getreten/Jhnne gestrafft/ und alle Peynfür Ahristo zu leyden sich aner-boten.

Freilich/ Mein OsmasceriL ! ste-het uns Gott bey in unseren An-fechtungen / und stärcket uns inunserem Streit und Widerwär-tigkeit ; Aber doch verordnet Erandere/ als da sind die Beicht-vater ; die Oberen und Vorge-

setzte/welche uns an seiner stattin unserem Kreütz und Betrüb-nuß sollen trösten und rathen rc.Erforsche dich/ ob du es von Jh§nen btßhero mit Demuth habestangenommen/und solche Liebe zugelegner Zeit auch anderen ha-best erwisen / oder ob du nichtnoch zu Zeiten gern habest ge-sehen / wann dein Nächster be-trübt und verfolget ist worden/welches absonderlich bey einerGeistlichen Persohn ein sträf-liches Laster wäre? Entschlüssedich/ ins künftig gegen allen Be-trübten mitleydig zu seyn rc.

smn A-rdcrcn sihest du / daß jemehr Muth und Starcke dieHH. Märtyrer von GOtt em-pfangen/ je boßhaffrer und ver-stockter die Tyrannen seyen wor-den. So lasse dich von dem bö-sen Femd nicht verführen/ daßdu wrder deinen Nächsten einenbösen Cysser fassest/ wann duJhnne sihest bey G-Ott und denMenschen lieb und angenehm zuseyn; LegeJhm sein Thuen undLassen auch nicht zum bösestenauß/ und habe allzeit ein guteMeynung von Ihme; Machees nicht/wie dise Tyrannen/wel-che so Augenscheinliche HülssGottes der Zauberey zugeschrt-

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